Dividuality

Subjects

   of

of

Subjects

Dividuality

Economy

of Architecture

Architecture of Economy

Migration of Forms

Forms of Migration

halfway, Jänner 2019, © Wolfgang Thaler

halfway ist ein Ort der Verräumlichung akuter urbaner Phänomene; ein Raum, in dem mit Methoden künstlerischer Forschung eine Praxis des urbanen Kuratierens realisiert wird; ein Labor, in dem gesellschaftliche Zusammenhänge in Gestaltung übersetzt werden. Raumproduktion verstanden als dialogische Form des Zeigens und Ausstellens ist dabei ein entscheidender Aspekt der Forschung und Wissensproduktion.

 

In der mehrteiligen Projektreihe „Über das Verräumlichen urbaner Verhältnisse“ werden in halfway die räumlichen Auswirkungen eines kognitiven Kapitalismus untersucht, der durch immaterielle Arbeit, Deregulierung und prekäre Identitätsvorstellungen geprägt ist. Die entsprechende urbane Form ist die der projekbasierten Polis, in der sich der permanente Aufruf zur Selbstoptimierung und Performanz mit den algorithmischen Figuren der (In)Dividualisierung vermengt.

 

Dazu werden drei miteinander verzahnte urbane Phänomene erforscht, die als Fallstudien in Wien, Tokio und Vancouver mit ForschungspartnerInnen analysiert werden. Der Forschungs-Diskurs wird in kumulative, aufeinander aufbauende Verräumlichungen übersetzt. Diese fungieren dabei nicht nur als Displays, sondern als (Ver)Handlungs-Plattformen, die im Zuge der diskursiven Arbeit wiederholt rekonfiguriert werden. Mit dieser kuratorischen Methode ist eine partizipatorische Form der Wissensproduktion angelegt, die auf einer Gemengelage von verräumlichten Argumenten von verschiedenen AkteurInnen aus den Feldern Urbanismus, Kunst, Architektur, sowie auf punktuellen Interventionen von AkteurInnen aus heterogenen Wissensbereichen aufbaut.

 

Bei Interesse an einer Besichtigung freuen wir uns über Ihre Nachricht per Email an info@halfway.at oder melden Sie sich für Infos zu Veranstaltungen für den Newsletter an.

Raum und Display

Verräumlichung 1 in halfway 9.1. – 19.1.2019 (de)

Preview am 12.10.2018

On Spatializing Urban Conditions

Für halfway wurde von Linda Lackner, Christina Nägele, Heidi Pretterhofer und Christian Teckert ein räumliches Setting und Display erarbeitet, das als Forschungswerkzeug für das Projekt „Curating The Urban. On Spatializing Urban Conditions“ fungiert. Dieses künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsprojekt läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren und wird vom FWF (PEEK) gefördert. Es ist an das Institut für Kunst und Architektur der Akademie der Bildenden Künste Wien gekoppelt. Der Ort – halfway – dient als Bühne eines laborartigen Urbanismus, in dem drei Facetten des Diskurses um die architektonischen und urbanen Verwerfungen des kognitiven Kapitalismus und seiner immateriellen und digitalen Kultur räumlich übersetzt werden.

 

Dazu werden in Kooperation mit den Forschungspartnern Jorge Almazan (Tokio) sowie Urban Subjects (Vancouver) urbanistische Fallbeispiele, architektonische Typologien und kulturelle Symptome untersucht: Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality, Migration of Forms / Forms of Migration, Economy of Architecture / Architecture of Economy.

 

In den Verräumlichungen wird versucht, das Verhältnis zwischen Stadt und der Produktion des sozialen Raums als Dimension des kognitiven Kapitalismus darzustellen. Künstlerische und urbanistische Strategien werden dabei zu einer Methode des „urbanen Kuratierens“ zusammengeführt.

Raum und Display

Der Raum halfway ist gleichzeitig ein Ort des Zeigens/Repräsentierens und des Agierens/Produzierens. Das Display bildet dabei eine entscheidende Zone der Interaktion, Kommunikation und Performanz. Die Elemente im Raum sind allesamt aus vorgefundenen Parametern der Architektur übernommen und transformiert worden. Der Komplex, in dem halfway lokalisiert ist, verkörpert eine Idee von Räumlichkeit, in der genau jene gesellschaftliche Formation in den Grundzügen ihr Bild annimmt, die wir untersuchen: Die auf immaterielle Arbeit setzende Ökonomie des kognitiven Kapitalismus, an deren Beginn nicht zufällig die Themen Raster, Kybernetik, Modulation entscheidende Momente der Gestaltung waren.

 

Aus dem Raster der Deckenelemente in halfway wurde eine Reihe von „Derivaten“ entwickelt, die als Trägerfiguren für die Inhalte unserer Verräumlichungen stehen. Mit Spiegelfolie überzogene Kartonplatten, schwarz gefärbtes MDF sowie mit Farbfeldern markierte Holzkisten stellen das primäre Arbeitsmaterial im Raum halfway dar, mit dem sukzessive an räumlichen Settings gearbeitet wird. Diese wiederum sind als Kommunikationswerkzeuge zu verstehen, die als Einladung zum Diskurs und zur Vermittlung dienen.

Verräumlichung als Methode

"Wo sind die (...) Werkzeuge, mit denen sich die widersprüchliche und kontroverse Natur von uns angehenden Sachen repräsentieren lässt?"

-­ Bruno Latour

 

Latour weist hier auf die zunehmende Bedeutung von Gestalterinnen und Gestaltern in der zeitgenössischen Gesellschaft hin, denen die entscheidende Fähigkeit zugesprochen wird, komplexe soziale und kulturelle Zusammenhänge kartieren und visualisieren zu vermögen. Er stellt damit auch eine grundlegende Forderung an Design und speziell an die Architektur in den Raum: Dass es nämlich angesichts einer grundlegenden Krise der Repräsentation der Komplexität der Gegenwart (und ihrer krisenhaften Ökonomie) darum gehen müsste, speziell ihre Widersprüche darzustellen. Im Sinne einer anderen Form der Kritik, die sich nicht primär textbasiert, sondern als Problem der Gestaltung darstellt.

Modellhafte, metaphorische und konkrete Anordnungen im Raum sind das Medium der urbanistischen Produktion, die halfway anstrebt. Das Format der Ausstellung wird dabei als Labor und Bühne genauso wie als Ort des Zeigens gedacht, in dem sich Diskurse räumlich abbilden und damit begehbar und verhandelbar werden.

 

Historisch bezieht sich halfway in den Methoden der Verräumlichung auf Methoden der Avantgarden des frühen 20. Jhdts wie etwas das konstruktivistische Labor, dessen Verfahrensweisen in die grundlegend veränderten Bedingungen der Gegenwart transferiert werden sollen. Hier existierte (zumindest für eine begrenzte Zeit) in den russischen Kollektiven von Kulturproduzenten der 1920er Jahre ein Modell, in dem die prototypische Dialektik zwischen Kunst als Teil des Lebens (Art into Life) sowie der Idee der Autonomie des Kunstwerks aufgehoben schien. Die laboratory works der Konstruktivisten waren experimentelle "formal exercises undertaken nor for their own sake but as research for future instrumental uses".

– Peter Osborne, 2013

Verräumlichung 1 in halfway

9.1. – 19.1.2019

 

Halbgasse 3-5, 1070 Wien

Eröffnung: 8.1.2019, 19h

Öffnungszeiten:  Mittwoch – Samstag, 15h – 18h

halfway, November 2018, © Wolfgang Thaler

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality ist das erste Kapitel von „Curating the Urban. On Spatializing Urban Conditions”. Ein Projekt von Christina Nägele, Heidi Pretterhofer und Christian Teckert mit Linda Lackner.

 

Kollaborationen mit:

Jorge Almazan und Urban Subjects (Sabine Bitter, Jeff Derksen, Helmut Weber).

 

Arbeiten von:

Bêka & Lemoine, Helen Knowles, Marlene Maier.

 

Weitere Beiträge von:

Ryo Abe, Edwina Hörl & SO-BA, John Cheney-Lippold, Esperanza Miyake, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer, Lina Morawetz, Roman Seidl, Astrid Seme, Felix Stalder, Eszter Steierhoffer, Wolfgang Thaler, Roemer van Toorn, Ignacio Valero, Sarah Widmer

 

Film screening und Künstleringespräch mit Helen Knowles: 10.1.2019, 19.00

Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot (2016; 45min)

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality ist das erste Kapitel einer Reihe von sogenannten Verräumlichungen: Vorschläge und Spekulationen über die Relationen zwischen Subjektivität und Raum in Zeiten der Digitalisierung. Es geht um eine Form der Urbanität, bei der sich der ständige Ruf nach Selbstoptimierung und Leistung mit den algorithmischen Formen der (In)Dividualisierung überschneidet.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality beschäftigt sich mit architektonischen und urbanen Phänomenen, die symptomatisch für eine zunehmend dividuale Form zeitgenössischer Subjektivität sind. Dividuale Räume stellen eine grundlegende Transformation von Raumkonzepten dar, wobei geteilte und teilbare Räume den „Prosumer“-Subjekten und ihren verschiedenen Rollen entsprechen, die zunehmend algorithmisch vorbestimmt erscheinen.

Yoshiharu Tsukamoto und Jorge Almazan definierten Dividual Spaces als temporäre und kommerzielle Orte eines „on-demand“ Zugangs, die von räumlicher Unterteilung und der Auslagerung einer Vielzahl vormals privater Funktionen geprägt sind: marktförmige und permanent überwachte, bewertete, modulierte und zunehmend algorithmisch gestaltete Architekturtypologien.

Das Phänomen der räumlichen Teilbarkeit ist Teil einer grundlegenden Neugestaltung städtischer Umgebungen, die durch Neoliberalismus, Verschuldungsökonomie und die Kultur einer technologiebasierten Antizipation definiert sind. Die damit produzierten Lücken und Risse in der Gesellschaft manifestieren sich zunehmend in extremen Unterschieden architektonischer Zugangsmöglichkeiten.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality versammelt Elemente der Forschung, Recherche, künstlerische Produktionen sowie räumliche Settings, um einem notwendigen Diskurs über zeitgenössische urbane Fragen eine Plattform zu geben sowie zu verräumlichen.

Spatialization 1 at halfway

9.1. – 19.1.2019

 

Halbgasse 3-5, 1070 Vienna

Opening: 8.1.2019, 7 pm

Opening hours:  Wednesday – Saturday, 3 pm to 6 pm

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality is the first chapter of „Curating the Urban. On Spatializing Urban Conditions”. A project by Christina Nägele, Heidi Pretterhofer and Christian Teckert with Linda Lackner.

 

Collaborations with Jorge Almazan and Urban Subjects (Sabine Bitter, Jeff Derksen, Helmut Weber).

 

Works by Bêka & Lemoine, Helen Knowles, Marlene Maier.

 

Further contributions by Ryo Abe, Edwina Hörl & SO-BA, John Cheney-Lippold, Esperanza Miyake, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer, Lina Morawetz, Roman Seidl, Astrid Seme, Felix Stalder, Eszter Steierhoffer, Wolfgang Thaler, Roemer van Toorn, Ignacio Valero, Sarah Widmer

 

Film screening and artist talk with Helen Knowles: 10.1.2019, 7 pm

Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot (2016; 45min)

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality deals with architectural and urban phenomena which are symptomatic of an increasingly dividual form of contemporary subjectivity. Dividual Spaces represent a fundamental transformation of spatial concepts, where divided and divisible spaces correspond to "prosumer" subjects and their multiple roles, which increasingly seem to be algorithmically pre-determined.

Yoshiharu Tsukamoto and Jorge Almazan defined Dividual Spaces as characterized by temporal and commercial on-demand access, spatial compartmentalization and the outsourcing of a multiplicity of formerly private functions, resulting in market-driven and permanently monitored, evaluated, modulated and increasingly algorithmically designed architectural typologies. The phenomenon of spatial dividuality is part of a fundamental re-structuring of urban environments defined by neo-liberalism, an economy of debt, and a culture of technology-based anticipation. The subsequent radical gaps and fissures in society increasingly manifest themselves in sometimes extreme difference in (access to) architectural space.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality gathers elements of research, investigation, artistic productions, spatial settings in an attempt to create a platform and spatialize a discourse on contemporary urban questions.

Preview am 12.10.2018

halfway ist ein Ort der Verräumlichung akuter urbaner Phänomene; ein Raum, in dem mit Methoden künstlerischer Forschung eine Praxis des urbanen Kuratierens realisiert wird; ein Labor, in dem gesellschaftliche Zusammenhänge in Gestaltung übersetzt werden.

 

Am 12.10.2018 laden wir zur Preview. Von 12:00 mittags bis 10:00 abends steht halfway offen für Gespräche, Begehungen, Anspielungen, Auseinandersetzungen und Einblicke.

 

10 Stunden die wir gerne mit Dir teilen!

 

Auf euren Besuch freuen sich

Linda Lackner, Christina Nägele, Heidi Pretterhofer, Christian Teckert

halfway, Jänner 2019, © Wolfgang Thaler

halfway ist ein Ort der Verräumlichung akuter urbaner Phänomene; ein Raum, in dem mit Methoden künstlerischer Forschung eine Praxis des urbanen Kuratierens realisiert wird; ein Labor, in dem gesellschaftliche Zusammenhänge in Gestaltung übersetzt werden. Raumproduktion verstanden als dialogische Form des Zeigens und Ausstellens ist dabei ein entscheidender Aspekt der Forschung und Wissensproduktion.

 

In der mehrteiligen Projektreihe „Über das Verräumlichen urbaner Verhältnisse“ werden in halfway die räumlichen Auswirkungen eines kognitiven Kapitalismus untersucht, der durch immaterielle Arbeit, Deregulierung und prekäre Identitätsvorstellungen geprägt ist. Die entsprechende urbane Form ist die der projekbasierten Polis, in der sich der permanente Aufruf zur Selbstoptimierung und Performanz mit den algorithmischen Figuren der (In)Dividualisierung vermengt.

 

Dazu werden drei miteinander verzahnte urbane Phänomene erforscht, die als Fallstudien in Wien, Tokio und Vancouver mit ForschungspartnerInnen analysiert werden. Der Forschungs-Diskurs wird in kumulative, aufeinander aufbauende Verräumlichungen übersetzt. Diese fungieren dabei nicht nur als Displays, sondern als (Ver)Handlungs-Plattformen, die im Zuge der diskursiven Arbeit wiederholt rekonfiguriert werden. Mit dieser kuratorischen Methode ist eine partizipatorische Form der Wissensproduktion angelegt, die auf einer Gemengelage von verräumlichten Argumenten von verschiedenen AkteurInnen aus den Feldern Urbanismus, Kunst, Architektur, sowie auf punktuellen Interventionen von AkteurInnen aus heterogenen Wissensbereichen aufbaut.

 

Bei Interesse an einer Besichtigung freuen wir uns über Ihre Nachricht per Email an info@halfway.at oder melden Sie sich für Infos zu Veranstaltungen für den Newsletter an.

On Spatializing Urban Conditions

 

Für halfway wurde von Linda Lackner, Christina Nägele, Heidi Pretterhofer und Christian Teckert ein räumliches Setting und Display erarbeitet, das als Forschungswerkzeug für das Projekt „Curating The Urban. On Spatializing Urban Conditions“ fungiert. Dieses künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsprojekt läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren und wird vom FWF (PEEK) gefördert. Es ist an das Institut für Kunst und Architektur der Akademie der Bildenden Künste Wien gekoppelt. Der Ort – halfway – dient als Bühne eines laborartigen Urbanismus, in dem drei Facetten des Diskurses um die architektonischen und urbanen Verwerfungen des kognitiven Kapitalismus und seiner immateriellen und digitalen Kultur räumlich übersetzt werden.

 

Dazu werden in Kooperation mit den Forschungspartnern Jorge Almazan (Tokio) sowie Urban Subjects (Vancouver) urbanistische Fallbeispiele, architektonische Typologien und kulturelle Symptome untersucht: Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality, Migration of Forms / Forms of Migration, Economy of Architecture / Architecture of Economy.

 

In den Verräumlichungen wird versucht, das Verhältnis zwischen Stadt und der Produktion des sozialen Raums als Dimension des kognitiven Kapitalismus darzustellen. Künstlerische und urbanistische Strategien werden dabei zu einer Methode des „urbanen Kuratierens“ zusammengeführt.

Raum und Display

Der Raum halfway ist gleichzeitig ein Ort des Zeigens/Repräsentierens und des Agierens/Produzierens. Das Display bildet dabei eine entscheidende Zone der Interaktion, Kommunikation und Performanz. Die Elemente im Raum sind allesamt aus vorgefundenen Parametern der Architektur übernommen und transformiert worden. Der Komplex, in dem halfway lokalisiert ist, verkörpert eine Idee von Räumlichkeit, in der genau jene gesellschaftliche Formation in den Grundzügen ihr Bild annimmt, die wir untersuchen: Die auf immaterielle Arbeit setzende Ökonomie des kognitiven Kapitalismus, an deren Beginn nicht zufällig die Themen Raster, Kybernetik, Modulation entscheidende Momente der Gestaltung waren.

 

Aus dem Raster der Deckenelemente in halfway wurde eine Reihe von „Derivaten“ entwickelt, die als Trägerfiguren für die Inhalte unserer Verräumlichungen stehen. Mit Spiegelfolie überzogene Kartonplatten, schwarz gefärbtes MDF sowie mit Farbfeldern markierte Holzkisten stellen das primäre Arbeitsmaterial im Raum halfway dar, mit dem sukzessive an räumlichen Settings gearbeitet wird. Diese wiederum sind als Kommunikationswerkzeuge zu verstehen, die als Einladung zum Diskurs und zur Vermittlung dienen.

Verräumlichung als Methode

"Wo sind die (...) Werkzeuge, mit denen sich die widersprüchliche und kontroverse Natur von uns angehenden Sachen repräsentieren lässt?"

-­ Bruno Latour

 

Latour weist hier auf die zunehmende Bedeutung von Gestalterinnen und Gestaltern in der zeitgenössischen Gesellschaft hin, denen die entscheidende Fähigkeit zugesprochen wird, komplexe soziale und kulturelle Zusammenhänge kartieren und visualisieren zu vermögen. Er stellt damit auch eine grundlegende Forderung an Design und speziell an die Architektur in den Raum: Dass es nämlich angesichts einer grundlegenden Krise der Repräsentation der Komplexität der Gegenwart (und ihrer krisenhaften Ökonomie) darum gehen müsste, speziell ihre Widersprüche darzustellen. Im Sinne einer anderen Form der Kritik, die sich nicht primär textbasiert, sondern als Problem der Gestaltung darstellt.

Modellhafte, metaphorische und konkrete Anordnungen im Raum sind das Medium der urbanistischen Produktion, die halfway anstrebt. Das Format der Ausstellung wird dabei als Labor und Bühne genauso wie als Ort des Zeigens gedacht, in dem sich Diskurse räumlich abbilden und damit begehbar und verhandelbar werden.

 

Historisch bezieht sich halfway in den Methoden der Verräumlichung auf Methoden der Avantgarden des frühen 20. Jhdts wie etwas das konstruktivistische Labor, dessen Verfahrensweisen in die grundlegend veränderten Bedingungen der Gegenwart transferiert werden sollen. Hier existierte (zumindest für eine begrenzte Zeit) in den russischen Kollektiven von Kulturproduzenten der 1920er Jahre ein Modell, in dem die prototypische Dialektik zwischen Kunst als Teil des Lebens (Art into Life) sowie der Idee der Autonomie des Kunstwerks aufgehoben schien. Die laboratory works der Konstruktivisten waren experimentelle "formal exercises undertaken nor for their own sake but as research for future instrumental uses".

– Peter Osborne, 2013

Verräumlichung 1 in halfway

9.1. – 19.1.2019

Halbgasse 3-5, 1070 Wien

Eröffnung: 8.1.2019, 19h

Öffnungszeiten:  Mittwoch – Samstag, 15h – 18h

halfway, November 2018, © Wolfgang Thaler

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality ist das erste Kapitel von „Curating the Urban. On Spatializing Urban Conditions”. Ein Projekt von Christina Nägele, Heidi Pretterhofer und Christian Teckert mit Linda Lackner.

 

Kollaborationen mit:

Jorge Almazan und Urban Subjects (Sabine Bitter, Jeff Derksen, Helmut Weber).

 

Arbeiten von:

Bêka & Lemoine, Helen Knowles, Marlene Maier.

 

Weitere Beiträge von:

Ryo Abe, Edwina Hörl & SO-BA, John Cheney-Lippold, Esperanza Miyake, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer, Lina Morawetz, Roman Seidl, Astrid Seme, Felix Stalder, Eszter Steierhoffer, Wolfgang Thaler, Roemer van Toorn, Ignacio Valero, Sarah Widmer

 

Film screening und Künstleringespräch mit Helen Knowles: 10.1.2019, 19.00

Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot (2016; 45min)

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality ist das erste Kapitel einer Reihe von sogenannten Verräumlichungen: Vorschläge und Spekulationen über die Relationen zwischen Subjektivität und Raum in Zeiten der Digitalisierung. Es geht um eine Form der Urbanität, bei der sich der ständige Ruf nach Selbstoptimierung und Leistung mit den algorithmischen Formen der (In)Dividualisierung überschneidet.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality beschäftigt sich mit architektonischen und urbanen Phänomenen, die symptomatisch für eine zunehmend dividuale Form zeitgenössischer Subjektivität sind. Dividuale Räume stellen eine grundlegende Transformation von Raumkonzepten dar, wobei geteilte und teilbare Räume den „Prosumer“-Subjekten und ihren verschiedenen Rollen entsprechen, die zunehmend algorithmisch vorbestimmt erscheinen.

Yoshiharu Tsukamoto und Jorge Almazan definierten Dividual Spaces als temporäre und kommerzielle Orte eines „on-demand“ Zugangs, die von räumlicher Unterteilung und der Auslagerung einer Vielzahl vormals privater Funktionen geprägt sind: marktförmige und permanent überwachte, bewertete, modulierte und zunehmend algorithmisch gestaltete Architekturtypologien.

Das Phänomen der räumlichen Teilbarkeit ist Teil einer grundlegenden Neugestaltung städtischer Umgebungen, die durch Neoliberalismus, Verschuldungsökonomie und die Kultur einer technologiebasierten Antizipation definiert sind. Die damit produzierten Lücken und Risse in der Gesellschaft manifestieren sich zunehmend in extremen Unterschieden architektonischer Zugangsmöglichkeiten.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality versammelt Elemente der Forschung, Recherche, künstlerische Produktionen sowie räumliche Settings, um einem notwendigen Diskurs über zeitgenössische urbane Fragen eine Plattform zu geben sowie zu verräumlichen.

Spatialization 1 at halfway

9.1. – 19.1.2019

Halbgasse 3-5, 1070 Vienna

Opening: 8.1.2019, 7 pm

Opening hours:  Wednesday – Saturday, 3 pm to 6 pm

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality is the first chapter of "Curating the Urban. On Spatializing Urban Conditions”. A project by Christina Nägele, Heidi Pretterhofer and Christian Teckert with Linda Lackner.

 

Collaborations with Jorge Almazan and Urban Subjects (Sabine Bitter, Jeff Derksen, Helmut Weber).

 

Works by Bêka & Lemoine, Helen Knowles, Marlene Maier.

 

Further contributions by Ryo Abe, Edwina Hörl & SO-BA, John Cheney-Lippold, Esperanza Miyake, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer, Lina Morawetz, Roman Seidl, Astrid Seme, Felix Stalder, Eszter Steierhoffer, Wolfgang Thaler, Roemer van Toorn, Ignacio Valero, Sarah Widmer

 

Film screening and artist talk with Helen Knowles: 10.1.2019, 7 pm

Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot (2016; 45min)

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality deals with architectural and urban phenomena which are symptomatic of an increasingly dividual form of contemporary subjectivity. Dividual Spaces represent a fundamental transformation of spatial concepts, where divided and divisible spaces correspond to "prosumer" subjects and their multiple roles, which increasingly seem to be algorithmically pre-determined.

Yoshiharu Tsukamoto and Jorge Almazan defined Dividual Spaces as characterized by temporal and commercial on-demand access, spatial compartmentalization and the outsourcing of a multiplicity of formerly private functions, resulting in market-driven and permanently monitored, evaluated, modulated and increasingly algorithmically designed architectural typologies. The phenomenon of spatial dividuality is part of a fundamental re-structuring of urban environments defined by neo-liberalism, an economy of debt, and a culture of technology-based anticipation. The subsequent radical gaps and fissures in society increasingly manifest themselves in sometimes extreme difference in (access to) architectural space.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality gathers elements of research, investigation, artistic productions, spatial settings in an attempt to create a platform and spatialize a discourse on contemporary urban questions.

Preview am 12.10.2018

halfway ist ein Ort der Verräumlichung akuter urbaner Phänomene; ein Raum, in dem mit Methoden künstlerischer Forschung eine Praxis des urbanen Kuratierens realisiert wird; ein Labor, in dem gesellschaftliche Zusammenhänge in Gestaltung übersetzt werden.

 

Am 12.10.2018 laden wir zur Preview. Von 12:00 mittags bis 10:00 abends steht halfway offen für Gespräche, Begehungen, Anspielungen, Auseinandersetzungen und Einblicke.

 

10 Stunden die wir gerne mit Dir teilen!

 

Auf euren Besuch freuen sich

Linda Lackner, Christina Nägele, Heidi Pretterhofer, Christian Teckert

Dividuality

Subjects

   of

of

Subjects

Dividuality

Economy

of Architecture

Architecture of Economy

Migration of Forms

Forms of Migration

halfway, Jänner 2019, © Wolfgang Thaler

halfway ist ein Ort der Verräumlichung akuter urbaner Phänomene; ein Raum, in dem mit Methoden künstlerischer Forschung eine Praxis des urbanen Kuratierens realisiert wird; ein Labor, in dem gesellschaftliche Zusammenhänge in Gestaltung übersetzt werden. Raumproduktion verstanden als dialogische Form des Zeigens und Ausstellens ist dabei ein entscheidender Aspekt der Forschung und Wissensproduktion.

 

In der mehrteiligen Projektreihe „Über das Verräumlichen urbaner Verhältnisse“ werden in halfway die räumlichen Auswirkungen eines kognitiven Kapitalismus untersucht, der durch immaterielle Arbeit, Deregulierung und prekäre Identitätsvorstellungen geprägt ist. Die entsprechende urbane Form ist die der projekbasierten Polis, in der sich der permanente Aufruf zur Selbstoptimierung und Performanz mit den algorithmischen Figuren der (In)Dividualisierung vermengt.

 

Dazu werden drei miteinander verzahnte urbane Phänomene erforscht, die als Fallstudien in Wien, Tokio und Vancouver mit ForschungspartnerInnen analysiert werden. Der Forschungs-Diskurs wird in kumulative, aufeinander aufbauende Verräumlichungen übersetzt. Diese fungieren dabei nicht nur als Displays, sondern als (Ver)Handlungs-Plattformen, die im Zuge der diskursiven Arbeit wiederholt rekonfiguriert werden. Mit dieser kuratorischen Methode ist eine partizipatorische Form der Wissensproduktion angelegt, die auf einer Gemengelage von verräumlichten Argumenten von verschiedenen AkteurInnen aus den Feldern Urbanismus, Kunst, Architektur, sowie auf punktuellen Interventionen von AkteurInnen aus heterogenen Wissensbereichen aufbaut.

 

Bei Interesse an einer Besichtigung freuen wir uns über Ihre Nachricht per Email an info@halfway.at oder melden Sie sich für Infos zu Veranstaltungen für den Newsletter an.

Raum und Display

On Spatializing Urban Conditions

 

Für halfway wurde von Linda Lackner, Christina Nägele, Heidi Pretterhofer und Christian Teckert ein räumliches Setting und Display erarbeitet, das als Forschungswerkzeug für das Projekt „Curating The Urban. On Spatializing Urban Conditions“ fungiert. Dieses künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsprojekt läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren und wird vom FWF (PEEK) gefördert. Es ist an das Institut für Kunst und Architektur der Akademie der Bildenden Künste Wien gekoppelt. Der Ort – halfway – dient als Bühne eines laborartigen Urbanismus, in dem drei Facetten des Diskurses um die architektonischen und urbanen Verwerfungen des kognitiven Kapitalismus und seiner immateriellen und digitalen Kultur räumlich übersetzt werden.

 

Dazu werden in Kooperation mit den Forschungspartnern Jorge Almazan (Tokio) sowie Urban Subjects (Vancouver) urbanistische Fallbeispiele, architektonische Typologien und kulturelle Symptome untersucht: Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality, Migration of Forms / Forms of Migration, Economy of Architecture / Architecture of Economy.

 

In den Verräumlichungen wird versucht, das Verhältnis zwischen Stadt und der Produktion des sozialen Raums als Dimension des kognitiven Kapitalismus darzustellen. Künstlerische und urbanistische Strategien werden dabei zu einer Methode des „urbanen Kuratierens“ zusammengeführt.

Raum und Display

Der Raum halfway ist gleichzeitig ein Ort des Zeigens/Repräsentierens und des Agierens/Produzierens. Das Display bildet dabei eine entscheidende Zone der Interaktion, Kommunikation und Performanz. Die Elemente im Raum sind allesamt aus vorgefundenen Parametern der Architektur übernommen und transformiert worden. Der Komplex, in dem halfway lokalisiert ist, verkörpert eine Idee von Räumlichkeit, in der genau jene gesellschaftliche Formation in den Grundzügen ihr Bild annimmt, die wir untersuchen: Die auf immaterielle Arbeit setzende Ökonomie des kognitiven Kapitalismus, an deren Beginn nicht zufällig die Themen Raster, Kybernetik, Modulation entscheidende Momente der Gestaltung waren.

 

Aus dem Raster der Deckenelemente in halfway wurde eine Reihe von „Derivaten“ entwickelt, die als Trägerfiguren für die Inhalte unserer Verräumlichungen stehen. Mit Spiegelfolie überzogene Kartonplatten, schwarz gefärbtes MDF sowie mit Farbfeldern markierte Holzkisten stellen das primäre Arbeitsmaterial im Raum halfway dar, mit dem sukzessive an räumlichen Settings gearbeitet wird. Diese wiederum sind als Kommunikationswerkzeuge zu verstehen, die als Einladung zum Diskurs und zur Vermittlung dienen.

Verräumlichung als Methode

"Wo sind die (...) Werkzeuge, mit denen sich die widersprüchliche und kontroverse Natur von uns angehenden Sachen repräsentieren lässt?"

-­ Bruno Latour

 

Latour weist hier auf die zunehmende Bedeutung von Gestalterinnen und Gestaltern in der zeitgenössischen Gesellschaft hin, denen die entscheidende Fähigkeit zugesprochen wird, komplexe soziale und kulturelle Zusammenhänge kartieren und visualisieren zu vermögen. Er stellt damit auch eine grundlegende Forderung an Design und speziell an die Architektur in den Raum: Dass es nämlich angesichts einer grundlegenden Krise der Repräsentation der Komplexität der Gegenwart (und ihrer krisenhaften Ökonomie) darum gehen müsste, speziell ihre Widersprüche darzustellen. Im Sinne einer anderen Form der Kritik, die sich nicht primär textbasiert, sondern als Problem der Gestaltung darstellt.

Modellhafte, metaphorische und konkrete Anordnungen im Raum sind das Medium der urbanistischen Produktion, die halfway anstrebt. Das Format der Ausstellung wird dabei als Labor und Bühne genauso wie als Ort des Zeigens gedacht, in dem sich Diskurse räumlich abbilden und damit begehbar und verhandelbar werden.

 

Historisch bezieht sich halfway in den Methoden der Verräumlichung auf Methoden der Avantgarden des frühen 20. Jhdts wie etwas das konstruktivistische Labor, dessen Verfahrensweisen in die grundlegend veränderten Bedingungen der Gegenwart transferiert werden sollen. Hier existierte (zumindest für eine begrenzte Zeit) in den russischen Kollektiven von Kulturproduzenten der 1920er Jahre ein Modell, in dem die prototypische Dialektik zwischen Kunst als Teil des Lebens (Art into Life) sowie der Idee der Autonomie des Kunstwerks aufgehoben schien. Die laboratory works der Konstruktivisten waren experimentelle "formal exercises undertaken nor for their own sake but as research for future instrumental uses".

– Peter Osborne, 2013

Verräumlichung 1 in halfway

9.1. – 19.1.2019

Halbgasse 3-5, 1070 Wien

Eröffnung: 8.1.2019, 19h

Öffnungszeiten:  Mittwoch – Samstag, 15h – 18h

halfway, November 2018, © Wolfgang Thaler

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality ist das erste Kapitel von „Curating the Urban. On Spatializing Urban Conditions”. Ein Projekt von Christina Nägele, Heidi Pretterhofer und Christian Teckert mit Linda Lackner.

 

Kollaborationen mit:

Jorge Almazan und Urban Subjects (Sabine Bitter, Jeff Derksen, Helmut Weber).

 

Arbeiten von:

Bêka & Lemoine, Helen Knowles, Marlene Maier.

 

Weitere Beiträge von:

Ryo Abe, Edwina Hörl & SO-BA, John Cheney-Lippold, Esperanza Miyake, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer, Lina Morawetz, Roman Seidl, Astrid Seme, Felix Stalder, Eszter Steierhoffer, Wolfgang Thaler, Roemer van Toorn, Ignacio Valero, Sarah Widmer

 

Film screening und Künstleringespräch mit Helen Knowles: 10.1.2019, 19.00

Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot (2016; 45min)

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality ist das erste Kapitel einer Reihe von sogenannten Verräumlichungen: Vorschläge und Spekulationen über die Relationen zwischen Subjektivität und Raum in Zeiten der Digitalisierung. Es geht um eine Form der Urbanität, bei der sich der ständige Ruf nach Selbstoptimierung und Leistung mit den algorithmischen Formen der (In)Dividualisierung überschneidet.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality beschäftigt sich mit architektonischen und urbanen Phänomenen, die symptomatisch für eine zunehmend dividuale Form zeitgenössischer Subjektivität sind. Dividuale Räume stellen eine grundlegende Transformation von Raumkonzepten dar, wobei geteilte und teilbare Räume den „Prosumer“-Subjekten und ihren verschiedenen Rollen entsprechen, die zunehmend algorithmisch vorbestimmt erscheinen.

Yoshiharu Tsukamoto und Jorge Almazan definierten Dividual Spaces als temporäre und kommerzielle Orte eines „on-demand“ Zugangs, die von räumlicher Unterteilung und der Auslagerung einer Vielzahl vormals privater Funktionen geprägt sind: marktförmige und permanent überwachte, bewertete, modulierte und zunehmend algorithmisch gestaltete Architekturtypologien.

Das Phänomen der räumlichen Teilbarkeit ist Teil einer grundlegenden Neugestaltung städtischer Umgebungen, die durch Neoliberalismus, Verschuldungsökonomie und die Kultur einer technologiebasierten Antizipation definiert sind. Die damit produzierten Lücken und Risse in der Gesellschaft manifestieren sich zunehmend in extremen Unterschieden architektonischer Zugangsmöglichkeiten.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality versammelt Elemente der Forschung, Recherche, künstlerische Produktionen sowie räumliche Settings, um einem notwendigen Diskurs über zeitgenössische urbane Fragen eine Plattform zu geben sowie zu verräumlichen.

Spatialization 1 at halfway

9.1. – 19.1.2019

Halbgasse 3-5, 1070 Vienna

Opening: 8.1.2019, 7 pm

Opening hours:  Wednesday – Saturday, 3 pm to 6 pm

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality is the first chapter of „Curating the Urban. On Spatializing Urban Conditions”. A project by Christina Nägele, Heidi Pretterhofer and Christian Teckert with Linda Lackner.

 

Collaborations with Jorge Almazan and Urban Subjects (Sabine Bitter, Jeff Derksen, Helmut Weber).

 

Works by Bêka & Lemoine, Helen Knowles, Marlene Maier.

 

Further contributions by Ryo Abe, Edwina Hörl & SO-BA, John Cheney-Lippold, Esperanza Miyake, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer, Lina Morawetz, Roman Seidl, Astrid Seme, Felix Stalder, Eszter Steierhoffer, Wolfgang Thaler, Roemer van Toorn, Ignacio Valero, Sarah Widmer

 

Film screening and artist talk with Helen Knowles: 10.1.2019, 7 pm

Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot (2016; 45min)

 

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality deals with architectural and urban phenomena which are symptomatic of an increasingly dividual form of contemporary subjectivity. Dividual Spaces represent a fundamental transformation of spatial concepts, where divided and divisible spaces correspond to "prosumer" subjects and their multiple roles, which increasingly seem to be algorithmically pre-determined.

Yoshiharu Tsukamoto and Jorge Almazan defined Dividual Spaces as characterized by temporal and commercial on-demand access, spatial compartmentalization and the outsourcing of a multiplicity of formerly private functions, resulting in market-driven and permanently monitored, evaluated, modulated and increasingly algorithmically designed architectural typologies. The phenomenon of spatial dividuality is part of a fundamental re-structuring of urban environments defined by neo-liberalism, an economy of debt, and a culture of technology-based anticipation. The subsequent radical gaps and fissures in society increasingly manifest themselves in sometimes extreme difference in (access to) architectural space.

 

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality gathers elements of research, investigation, artistic productions, spatial settings in an attempt to create a platform and spatialize a discourse on contemporary urban questions.

Preview am 12.10.2018

halfway ist ein Ort der Verräumlichung akuter urbaner Phänomene; ein Raum, in dem mit Methoden künstlerischer Forschung eine Praxis des urbanen Kuratierens realisiert wird; ein Labor, in dem gesellschaftliche Zusammenhänge in Gestaltung übersetzt werden.

 

Am 12.10.2018 laden wir zur Preview. Von 12:00 mittags bis 10:00 abends steht halfway offen für Gespräche, Begehungen, Anspielungen, Auseinandersetzungen und Einblicke.

 

10 Stunden die wir gerne mit Dir teilen!

 

Auf euren Besuch freuen sich

Linda Lackner, Christina Nägele, Heidi Pretterhofer, Christian Teckert