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Migration of Forms

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Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality beschäftigte sich entlang von urbanen Fallstudien mit heute prototypisch auftretenden Extrembeispielen von Raumangeboten, die symptomatisch für eine zunehmend dividual geprägte Form heutiger Subjektivität stehen. Dividuale Räume stellen eine überall zu beobachtende fundamentale Transformation unserer Raumbegriffe her. Der geteilte und teilbare Raum entspricht den „Prosumer“ Subjekten und ihren multiplen Rollen, die immer schon algorithmisch vorgedacht erscheinen.

halfway im Winter 2018

more about Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality

Screening und Gespräch mit Manu Luksch und Marie-France Rafael: Algorithmische Territorien

Screening und Performance mit Marie-France Rafael und Romain Gandolphe: Imaginary Display(s)

Prop-Talk 1 mit Roman Seidl und Felix Stalder

Archivbox 2, 3, 4 – Material zum Prop-Talk 1

Screening und Gespräch mit Helen Knowles: The Trial of Superdebthunterbot

Rauminstallation von halfway: You can belong anywhere

Spatial Table (Serial Project 1, 2, 3, 4)

Spatial Table Talk mit Sarah Widmer

Spatial Table Talk mit Ryo Abe

Archivbox 1 – Material zum Spatial Table

Derivate – Manga Kissa, Spacee

Q&A zu Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality

halfway, Jänner 2019, © Wolfgang Thaler

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Wir leben in einem Zeitalter der maschinischen Dividualisierung. Die Realität heutiger dividueller Datensätze, riesiger Akkumulationen von Daten, die auf unendliche Arten geteilt, wieder zusammen- und inwertgesetzt werden können, ist eine der weltweiten Ströme, der Deterritorialisierung und der maschinischen Erweiterung. – Gerald Raunig [1]

 

Gigantische Datenbanken versammeln Spuren unserer Bewegungen in den (sozialen) Netzwerken und gleichen sie auf Konsumenten-optimierte Zielvorstellungen hin ab. Der Algorithmus steuert dabei Prozesse, die nicht mehr wie der „Markt“ auf einen „Prozess ohne Subjekt“ hinauslaufen, sondern vielmehr auf die Produktion des Subjekts durch modulierte Konsumverhaltensweisen. Es geht um ein Subjekt, das innerhalb der algorithmisch angepassten Dienstleistungen und Produkte wählt, das aber jede Idee von Autonomie verloren hat. Ein Subjekt, das nicht mehr allein als Individuum mit einer autonomen geschlossenen Identität gedacht werden kann, sondern als „Dividuum“, das nur noch als Effekt seiner Zerteilung verstanden werden kann.

 

Das erste Kapitel befasste sich mit den Problemen und Potenzialen räumlicher Verdichtung der menschlichen Subjektivität. Die zeitgenössische Debatte über die „dividuelle Subjektivität“ (Gilles Deleuze, 1993 [2]; Maurizio Lazzarato, 2012 [3]; Gerald Raunig, 2015 [4]), die sich in „dividualen Räumen“ (Jorge Almazán/Yoshiharu Tsukamoto, 2006 [5]) ausdrückt, die durch zeitlichen und kommerziellen „On-Demand“-Zugang definiert sind sowie durch räumliche Teilung und das „Outsourcing“ (Stefan Gruber, 2012 [6]) einer Vielzahl von Funktionen des täglichen Lebens (Manga Kissas, Spacee, Konbini, Share Houses usw.) kann als problematischer Ausdruck eines städtischen Archipels angesehen werden, der weit über die traditionellen Kategorien urbanen Raums wie privat oder öffentlich, Innen oder Außen hinausgeht. Während dieses Phänomen von einer kleinen Anzahl von Wissenschaftlern in Tokio als Teil einer typisch japanischen Stadtsituation untersucht wurde, untersuchen wir die Übertragbarkeit dieses Phänomens auf andere örtliche Kontexte.

 

Dividuale Räume bilden die Basis für die Räume dividualer Subjekte, die seit Gilles Deleuzes einschneidendem Text über die Kontrollgesellschaften eine Art zeitgenössische Antithese zum Individuum darstellen. Statt um unteilbare Individuen geht es hier um eine Denkform für eine Subjektivität, die sich primär im Modus des Aufteilens zeigt – in den unterschiedlichen Rollen, die wir alle performen, im täglichen Multi-Tasking, in den prekarisierten Arbeitsverhältnissen, aber eben auch in den Architekturen der dividualen Räume: Räume des Teilens, aber auch Räume der Teilung, wie sie charakteristisch sind für ein urbanes Leben, das sich zusehends an Orten außerhalb und im Zwischenraum von privat und öffentlich abspielt.

 

Diese Schnittstellen wurden von halfway konstruiert und diskutiert. Dazu wurden räumliche Zusammenhänge untersucht, die jeden Raum zu einem potentiell dividualen Raum machen – Infrastrukturen, die den physischen Raum informieren, versorgen, durchkreuzen, überlagern.

 

Das dafür erarbeitete räumliche Setting war zugleich die Infrastruktur für eine diskursive Architektur, die als Verhandlungsplattform diente, um die Thesen, Argumente, Symptome, Spekulationen zu versammeln und zu verräumlichen. Es entstand ein modellhaftes semi-urbanes Ausstellungsenvironment, das als eine Art räumliche Collage bestehend aus Versatzstücken symptomatischer Orte und Räume konfiguriert ist. Das Display wies damit eine inhaltlich bereits hochgradig aufgeladene Grundstruktur auf. Für die von uns eingeladenen Akteurinnen und Akteure wurde diese Struktur sowohl als Herausforderung als auch Einladung zum (verräumlichten) Diskurs angesehen.

 

Gezeigt wurden Ergebnisse von Recherchen, symptomatische Fallbeispiele und in Bearbeitung befindliche Fragestellungen. In Dialog gesetzt wurden diese mit künstlerischen Arbeiten in denen die Produktion zeitgenössischer Subjektivität immer auch als Problem des Räumlichen mitgedacht wird. Diese wurden entweder ortsspezifisch entwickelt oder als spezifische kuratorische Setzung und Ergänzung zum Teil der Verräumlichung.

[1] Raunig, Gerald: „Tanz das Derivat! Anmerkungen zum Ende der Ökonomie, zur Neuerfindung politischer Ökonomie und zu Randy Martins letztem Buch Knowledge LTD“, 2015, unter: www.transversal.at/blog/Tanz-das-Derivat (März, 2016)

[2] Deleuze, Gilles: Unterhandlungen. 1972-1990, Suhrkamp, 1993

[3] Lazzarato, Maurizio: The Making of the Indebted Man: An Essay on the Neoliberal Condition, Semiotexte, 2012

[4] Raunig, Gerald: Dividuum. Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution, Band 1, transversal texts, 2015

[5] Almazán Caballero, Jorge; Tsukamoto, Yoshiharu: „Tokyo Public Space Networks at the Intersection of the Commercial and the Domestic Realms. Study on Dividual Space“, in: JAABE (Journal of Asian Architecture and Building) vol.5, No.2, 2006

[6] Gruber, Stefan: „Tokio. Von der Zugangsökonomie zur kollaborativen Stadt“, in: ARCH+ 208, 2012

Algorithmische Territorien

Screening und Gespräch: Manu Luksch mit Marie-France Rafael

18. Juli 2019, halfway

 

Algorithmische Entscheidungsfindungen, Infrastrukturen, die zunehmend auch zur Massenüberwachung dienen, kommerzielles Profiling – das Management der Städte, der Gesellschaft, selbst unseres alltäglichen Verlangens läuft zunehmend mit Hilfe intelligenter Systeme ab, beworben als Maßnahme zur Gewährleistung unseres Lebensstandards, der Sicherheit und der Effizienz trotz Ressourcenknappheit.

Doch was bedeutet das veränderte digitale Umfeld für die politische Entscheidungsfindung? Und welche Formen der Alternative, des Widerstands sind in einem ‘smarten’ Umfeld, das ständig über dich und deine Motivationen lernt, überhaupt möglich?

 

Filmemacherin und Open Society Fellow Manu Luksch und Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Marie-France Rafael, die zu zeitgenössischen Methoden künstlerischen Forschens und Produzierens arbeitet, diskutierten anhand zweier jüngerer Arbeiten von Manu Luksch die Auswirkung dieses technozentrischen Fortschrittgedankens auf urbane Räume und politische Strukturen: Für die Doppelprojektion Third Quarterly Report (2017) gelang es Manu Luksch Zugang zu einem der größten Player im Bereich Smart-City-Technologien zu bekommen. Das Rap Musical Algo-Rhythm (2019), Zonta Preisträger des 65. Kurzfilmfestes Oberhausen, thematisiert die Aushöhlung von Demokratie durch automatisierte Propaganda und Microtargeting.

© Manu Luksch, Third Quarterly Report, 2017

Imaginary Display(s) / I call it a museum

Screening und Performance: Marie-France Rafael und Romain Gandolphe

29.März 2019, halfway

halfway, März 2019

I call it a museum, Romain Gandolphe

Am 29. März 2019 thematisierte die Kunsthistorikerin/Kuratorin Marie-France Rafael mit dem Künstler Romain Gandolphe in einem performativen Dialog ihre Ausstellung Imaginary Display(s) – Exhibition as Film / Film as Exhibition, die 2018 im BNKR München stattfand. Der Dialog diente als Ausgangspunkt für eine Diskussion zeitgenössischer Methoden künstlerischen Forschens und Produzierens im räumlichen Kontext von Ausstellungen.

 

Künstlerische Displays im Ausstellungskontext dienen nicht einfach der Anordnung oder Installation von Objekten im Raum, sondern der Konstruktion von Situationen. Dabei bestimmt die Frage der (Re-)Präsentierbarkeit bereits den Entstehungsprozess der Arbeit: Denn es wird eine Präsentations-Situation geschaffen, in der sowohl das, was das Display zeigt, als auch, wie es gezeigt wird (also die Effekte des Displays), ausgestellt werden. Dies ist eine von Marie-France Rafaels Hauptthesen ihrer Monographie Reisen ins Imaginativ. Künstlerische Displays und Situationen, die sie dazu geführt haben, in Erweiterung ihrer theoretischen Reflexionen, eine performative Ausstellung zu realisieren: Imaginary Display(s) – Exhibition as Film / Film as Exhibition im BNKR München (im Rahmen von Stop making sense, it’s as good as it gets.: einem 15-monatigen Programm von Ludwig Engel und Joanna Kamm).

 

Marie-France Rafael gab einen Einblick in ihre Praxis und der Ausstellung, welche all das präsentiert, was normalerweise vor dem Blick des Zuschauers verborgen bleibt: den Entstehungsprozess einer Ausstellung und die Produktion eines Films. In einem rekursiven Gestus werden die Ausstellung und der Film zu Elementen, die in immerzu neu angeordneten, dynamischen Konstellationen in Zeit und Raum rekombiniert werden. Hierfür hat sie den Künstler Romain Gandolphe eingeladen, der schon in der Ausstellung in München mitgewirkt hat.

Für seine Performance I call it a museum beschrieb Romain Gandolphe die Topografie eines imaginären Museums ohne Türen, aus dem man nicht entkommen kann. Auf der Suche nach einem Ausweg manövrierte er sich durch die in halfway vorhandenen Arbeiten und das Mobiliar.

Prop-Talk 1

mit Roman Seidl und Felix Stalder

10. Dezember 2018, halfway

Im Prop-Talk 1 mit Roman Seidl und Felix Stalder wurden drei Themenfelder entlang von inszenierten Raumsituationen besprochen: Plattform Kapitalismus und disruptive Technologien im Konferenzraum mit Gourmet-Automat im Erholungsgeschoß; die nächste Bühnensituation wurde in einem Zimmer des Hotels Alla Lenz zum Schwerpunkt Subjektivierung und Inszenierung gestaltet; im Projektraum halfway wurde das Thema Smart Cities und Ubiquitous Computing anhand von Props besprochen.

Archivbox 2, 3, 4 – Material zum Prop-Talk 1

In den Archivboxen 2, 3, 4 wurden die drei Themenfelder eines Prop-Talks mit Roman Seidl und Felix Stalder entlang modellhafter Settings verknüpft und mit Audio-Dokumentation versehen: Platform Capitalism and disruptive Technologies (Konferenzraum mit Gourmet-Automat im Erholungsgeschoß); Subjektivierung und Inszenierung (Zimmer in der Hotel-Pension Alla Lenz); Smart Cities und Ubiquitous Computing (Projektraum halfway).

The Trial of Superdebthunterbot

Film screening und Gespräch mit Helen Knowles

10. Jänner 2019, halfway

© Helen Knowles, The Trial of Superdebthunterbot, 2016

Der Film The Trial of Superdebthunterbot von Helen Knowles entwirft ein spekulatives Szenario, in dem die Frage der Rechenschaft und Verantwortlichkeit von algorithmischen Prozessen verhandelt wird. Verhandlung wird hier wörtlich genommen und in einen Gerichtssaal transferiert in dem einem Algorithmus, der für den Selbstmord mehrerer Menschen verantwortlich scheint, der Prozess gemacht wird. Die Arbeit untersucht wie man die opake Dimension einer algorithmischen Kultur sichtbar machen kann. Oder anders gewendet: Wie man durch eine spekulative Ästhetik der Verräumlichung eine Bühne zur Verhandlung entscheidender ethischer, rechtlicher und identitätspolitischer Ebenen herstellen kann. Besetzt mit zwei Rechtsanwälten, dem Schauspieler Mark Frost und LaiendarstellerInnen wurde der Film im Southwark Crown Court in London gedreht.

You can belong anywhere

Rauminstallation im Hotelzimmer

9. - 19. Jänner 2019, halfway

Die von halfway entwickelte Installation You can belong anywhere in einem Zimmer der sich ebenfalls im Gebäudekomplex befindenden Hotel-Pension Alla Lenz kreist um Fragen zur Inszenierung von Identitäten und Räumen in der Logik von Home-Sharing-Plattformen sowie zu deren Effekte auf städtische Räume. Die Mechanismen des Profiling und der Wunsch nach Authentizität wird in dem semi-dokumentarischen Video Selling Dreams von Bêka & Lemoine ins Extreme gedreht. Die Analyse Sharing-Ökonomie des Wohnens – Airbnb in Wien, räumliche und ökonomische Entwicklungslinien von Roman J. Seidl, Leonhard Plank und Justin Kadi zeigt die Auswirkungen von Airbnb auf den Wiener Wohnungsmarkt.

Spatial Table (Serial Project 1, 2, 3, 4)

 

Der Spatial Table (Serial Project 1, 2, 3, 4) ist eine Referenz an Sol LeWitts Serial Project No. 1 (ABCD) von 1966, in dem Aspekte von Rasterung, Serialität und Modularität im Kontext aufkommender Kybernetik-Diskurse reflektiert wurden. Auf diese Arbeit geht die Anordnung von offenen und geschlossenen Kuben zurück, die hier aus der „Schutzzone“ künstlerischer Autonomie herausgelöst und als angewandtes Forschungswerkzeug angeeignet werden. Ein auf die Größe eines Deckenraster-Elementes abgestimmtes Stadtmodell fungiert als Filmset-Modell für die Szenen eines (fiktiven, aber alltäglichen) Tagesablaufs einer beliebigen Person. In das Modell integrierte Monitore zeigten reale Schauplätze dieses fiktiven Alltags. Anhand des Filmsets wurden mit eingeladenen Akteurinnen und Akteuren Gespräche über die darin repräsentierten Szenen und Einstellungen geführt. Diese Szenen nahmen das Material der Case-Study Recherchen aus Tokio auf, in denen Räume zu sehen sind, die als „Dividual Spaces“ firmieren.

 

Der Spatial Table im halfway Projektraum diente als Filmset-Modell eines Films, der sich sukzessive aus den hier aufgenommenen Gesprächen mit Gästen speiste. Das Format des Spatial Tables wurde als Hybridformat zwischen Stadtmodell, Besprechungstisch und Filmset konzipiert. In Referenz auf die recherchierten japanischen dividualen Räume wurde hier die Verhandelbarkeit zukünftiger urba­ner Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen architektonischer Materialität und digitaler bzw. algorithmischer Vorhersagbarkeit städtischer Räume ausgelotet.

Spatial Table Talk mit Sarah Widmer

12. Oktober 2018, halfway

Mit der Schweizer Forscherin Sarah Widmer wurden am 12. Oktober 2018 die Gespräche rund um den Spatial Table (Serial Project 1, 2, 3, 4) fortgesetzt. Die Schwerpunkte ihrer Forschung liegen auf Fragestellungen bezüglich "location-awareness" und "Smartphone assisted mobilities" – wie sie etwa in der App "Foursquare" eingesetzt werden. Dort sind Algorithmen so programmiert, dass Nutzern mit ähnlichen Profilen auch ähnliche Orte vorgeschlagen werden, wodurch räumliche Wahrnehmungsinseln entstehen und sich bestimmte Raumangebote im urbanen Kontext an jenen Orten verstärken, die von diesen Nutzern frequentiert werden. In den Gesprächen wurde erörtert welche Form der Raumproduktion angesichts dieser von „Filterblasen“ mitproduzierten Architektur entsteht.

Sarah Widmer, halfway, Oktober 2018

Spatial Table Talk mit Ryo Abe

25.–26. Juli 2018, halfway

Mit dem Tokioter Architekten Ryo Abe wurden am 25. und 26. Juli 2018 Gespräche in zwei räumlichen Settings in halfway geführt: Einerseits rund um den Spatial Table (Serial Project 1, 2, 3, 4) sowie im Derivat einer der darin repräsentierten Raumtypologien, einem japanischen „Spacee“ Raum. Die räumlichen Settings dienen dabei einerseits als modellhafte Platzhalter konkreter Orte und Räume, andererseits als Displays und Oberflächen, die in der Lage sind, Spuren der Diskurse aufzunehmen und zum Teil ihrer generischen Konstruktion von Räumlichkeit zu machen.

Archivbox 1

Material zum Spatial Table

Im zugehörigen Archive on Display 1 wurden Materialien der Recherche als Teil eines Filmscripts aufbereitet, die entlang von drei Kapiteln gegliedert waren: Algorithmic City, Evaluated Spaces, Unpublic-Unprivate.

Derivate – Manga Kissa, Spacee

Zwei räumliche Settings wurden als Zitate bzw. Derivate dividualer Räume konzipiert, die gleichzeitig auch Werkzeuge der Kommunikation und Referenz waren:

 

Das Spacee Derivat zitierte eine Sharing-Plattform für die temporäre Nutzung von Resträumen für berufliche Zwecke wie Meetings, Foto-Shootings, Konferenzen etc. Rollos bildeten den Raum, bzw. lösten ihn auf, wenn er nicht benötigt wurde. Im Zuge der Veranstaltungen wurden die temporären Wände zu Leinwänden für Filme, Videoproduktionen und Vorträge.

 

Das Manga Kissa Derivat bezog sich auf eine analoge Form der temporären Zugangsökonomie und der Dividualisierung von Räumen. Für die Verräumlichungen beherbergte es als digitales Archiv spezifisch ausgewählte Videoarbeiten, während es sonst als Ort der individuellen Auseinandersetzung mit den filmischen Formaten innerhalb des Projekts konzipiert war.

Q&A zu Dividuality of Subjects / Subhects of Dividuality

Zu den drei Kapiteln wurden Fragen an eine interdisziplinäre, spezifisch ausgewählte Gruppe von Akteurinnen und Akteuren versendet. Die bisher zum Thema Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality erhaltenen Rückmeldungen umfassen Texte, Grafiken, Videos sowie Fotos.

 

1

Was wäre ein Raum, den Sie benutzen, der NIEMANDEM gehört? Was würden Sie in diesem Raum MIT ... TEILEN?

 

2

WIE teilen Sie Ihr LEBEN? Und WER teilt Ihr Leben?

 

3

Welche Seiten Ihres dividualen Ichs möchten Sie den algorithmischen Zugriffen Ihrer täglichen Mediennutzung nicht mitteilen?

Eszter Steierhoffer

John Cheney-Lippold

Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer

Lina Morawetz

Wolfgang Thaler

Marlene Maier

Roemer van Toorn

Edwina Hörl und so/ba

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality beschäftigt sich entlang von urbanen Fallstudien mit heute prototypisch auftretenden Extrembeispielen von Raumangeboten, die symptomatisch für eine zunehmend dividual geprägte Form heutiger Subjektivität stehen. Dividuale Räume stellen eine überall zu beobachtende fundamentale Transformation unserer Raumbegriffe her. Der geteilte und teilbare Raum entspricht den „Prosumer“ Subjekten und ihren multiplen Rollen, die immer schon algorithmisch vorgedacht erscheinen.

Dividuality

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Economy

of Architecture

Architecture of Economy

Migration of Forms

Forms of Migration

Dividuality of Spaces / Spaces of Dividuality beschäftigt sich entlang von urbanen Fallstudien mit heute prototypisch auftretenden Extrembeispielen von Raumangeboten, die symptomatisch für eine zunehmend dividual geprägte Form heutiger Subjektivität stehen. Dividuale Räume stellen eine überall zu beobachtende fundamentale Transformation unserer Raumbegriffe her. Der geteilte und teilbare Raum entspricht den „Prosumer“ Subjekten und ihren multiplen Rollen, die immer schon algorithmisch vorgedacht erscheinen.

Eszter Steierhoffer

John Cheney-Lippold

Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer

Ignacio Valero

Lina Morawetz

Marlene Maier

Roemer van Toorn

Wolfgang Thaler

Edwina Hörl und so/ba